Die Archivarbeit des Burgvereins Wredenhagen e.V. stellt eine besondere Herausforderung an Historiker und Geschichtsinteressierte

Ein großer Chemikalienschrank der ehemaligen Realschule Wredenhagen ist seit vielen Jahren mit Ordnern über die Burg- und Dorfgeschichte von Wredenhagen gefüllt. Liselotte Keitel, als ehemalige Ortschronistin von Wredenhagen, hat vor vielen Jahren begonnen die Heimatgeschichte in einer Chronik zusammenzustellen. Eine umfassende Chronik, wo ein Aktenordner heute nicht mehr ausreicht…
Mit der Gründung des Burgvereins 1995 sahen die Mitglieder ihre vorrangige Aufgabe darin, die Erschließung, Forschung und Publizierung der Geschichte des Dorfes und der Burganlage von Wredenhagen zu fördern.
Liselotte Keitel, Wolfgang Behncke und Agnes Polifke führte die Erforschung bis in das Landesarchiv nach Schwerin. Dort wurden sie fündig und brachten historische Dokumente über Hexen- und Mordprozesse, über Grenzstreitigkeiten zwischen dem Amt Wredenhagen und der Stadt Wittstock sowie über Fischereitreitigkeiten in Kopie mit.
Sie erhielten Informationen über die Zollerhebung in der Wittstocker Heide um 1712 und auch eine Kopie der ersten urkundlichen Erwähnung der Burganlage von 1284 brachten sie mit.
Aus dem Schweriner Landesarchiv erhielt der Burgverein Informationen über Besetzer und Nutzer der Burganlage „Novum-Castrum-Wenden“ in der Zeit von 1284 bis 1926.
Geschichtliche Aufarbeitung erfuhr die Burganlage durch eine Diplomarbeit von Carola Reiblich & Frank Wochatz von der TFH Berlin FB Architektur im Januar 1996. Diese Arbeit wurde durch eine bauarchäologische Untersuchung der Innenräume des sogenannten Forsthauses ergänzt. Durch Arbeiten von Frau Karen Albert-Hermann auf der Burganlage, besonders bezogen auf den Mauerring und das Torhaus, verfügen wir über detaillierte Aussagen zur Frühgeschichte der Burganlage.
Viele Informationen flossen in einem Faltblatt „Burg und Dorf Wredenhagen“ ein, das aus Anlass der 725 jährigen Geschichte durch den Burgverein herausgegeben wurde.
Seit 2006 ist Frau Agnes Polifke Mitglied im Burgverein. Das Archiv, das heute bereits über 20 Ordner füllt, wird durch sie verwaltet, ständig aktualisiert und durch neue, uns unbekannte geschichtliche und historische Ereignisse, aktualisiert. So zum Beispiel die Besitzungen der Tempelherren von Mecklenburg. In diesen Aufzeichnungen ist nachzulesen, dass früher auch in Wredenhagen Tempelherren ihre Spuren hinterlassen haben.
Unter maßgebender Handschrift von A. Polifke entstand 2012 die Chronik Haus- und Straßengeschichten von Wredenhagen. Dieses Werk ist gleichsam ein Geschenk an künftige Generationen, verbunden mit dem Gedanken „Wer die Vergangenheit nicht kennt, hat keine Zukunft!“.
Auch die historische Ahnengalerie mit 13 ehemaligen Burgherren und Frauen,die in den Sommermonaten auf der Burg in lebensgroßen Bildern zu sehen sind , muss ihrem Engagement zugeschrieben werden.

All das, liebe Leser soll verloren gehen, wenn es den Burgverein Wredenhagen e.V. nicht mehr gibt.

Am 20 März 2021 müssen die Mitglieder des Vereins laut Satzung den bestehenden Vorstand bestätigen oder einen Neuen wählen.
Wenn uns das nicht gelingt, stehen wir vor der Auflösung des Burgvereins.
Wir sind z.Z. 12 aktive Mitglieder, davon viele bereits über 60 Jahre.

Hast du nicht Lust dich im Verein, zum Beispiel für das Weiterbestehen vom Burg- und Dorfarchiv zu engagieren?
Deine Hilfe und Unterstützung ist gefragt und gefordert.
Ein Beitrittserklärung zur Mitgliedschaft kann hier herunter geladen werden.

Der Vorstand des Burgvereins Wredenhagen e.V.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

nach oben